Heilhypnose
Die Hypnose ist eine der ältesten und natürlichsten Heilmethoden, die der Mensch kennt.
Der amerikanische Psychiater und Psychotherapeut Milton H. Erickson (1901 – 1980) entwickelte die moderne Hypnotherapie. Im Gegensatz zu den bis in die 50er und 60er Jahre vorherrschenden standardisierten und autoritären Methoden, entwickelte Erickson einen neuen Ansatz. Er betont die positive Rolle des Unbewussten, die eine unerschöpfliche Ressource zur kreativen Selbstheilung ist. Durch spezielle verbale und non-verbale Techniken wird es dem Unbewussten ermöglicht, die führende Rolle einzunehmen. Gleichzeitig kann das Bewusstsein die unbewussten Selbstheilungskräfte und kreativen Ressourcen akzeptieren und integrieren.
Viele Menschen haben eine falsche Vorstellung von Hypnose.
Hypnose bzw. Trance ist ein durch Suggestionen herbeigeführter vorübergehender Zustand, indem Kontakt zum Unbewussten hergestellt wird. Das Unbewusste schläft nie; alle bisher gemachten Erfahrungen sind dort gespeichert und in Trance abrufbar.
Trance ist ein natürlicher Zustand, der sich im Alltag ganz von selbst einstellt, deshalb ist auch jeder (geistig) gesunde Mensch hypnotisierbar. Wer ist nicht schon einmal mit dem Auto eine Strecke gefahren und ist „plötzlich“ am Ziel oder man schaut gebannt einen Film im Fernsehen. Hypnose ist fokussierte Aufmerksamkeit.
Eine Hypnosebehandlung kann bereits bei Kindern ab 4 Jahren durchgeführt werden.
Lösungsorientierte, selbstorganisierte Hypnose-Therapie:
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Technik der Hypnose erheblich verändert. Dr. Klaus Mika hat die von Milton eingeführte Hypnotherapie in den letzten 30 Jahren weiter entwickelt zur lösungsorientierten, selbstorganisierten Hypnose-Kurzzeittherapie. Zu Beginn der Therapie erlernt der Patient die Selbsthypnose, mit dem Ziel, sich dauerhaft selbst zu heilen. Nachdem der Patient die Selbsthypnose beherrscht, wird nach der Hypno-Analyse lösungsorientiert am Problem / Krankheit des Patienten gearbeitet.
Klassische Hypnose:
Bei dieser Therapie wird der Patient in Trance versetzt und es wird mit Suggestionen gearbeitet. Hier bleibt der Patient eher passiv, es findet im Gegensatz zur selbstorganisierten Hypnose keine Kommunikation statt. Diese Behandlungsform wird vorwiegend bei depressiven Patienten oder Burn-Out-Syndrom angewandt, um den Patienten zunächst zu entspannen und entkrampfen. Je nach Befinden des Patienten kann man dann auf die selbstorganisierte Hypnose umstellen oder diese Therapie-Formen kombinieren.
In der heutigen Zeit kommt es häufig zum Konkurrenzkampf am Arbeitsplatz, Mobbing ist kein Fremdwort mehr, es wird immer mehr Arbeitsleistung in kürzester Zeit verlangt. Überstunden, kurzfristig geplante Geschäftsreisen & Meetings gehören heute zur Tagesordnung. Es bleibt kaum noch Zeit für Entspannung.
Auch hier kann die klassische Hypnose einen wertvollen Beitrag zur Stressbewältigung leisten.
Die Indikationen für eine Hypnose-Behandlung sind vielfältig:
* Chronische Schmerzen
* Gastritis
* Colitis
*Migräne
* Tinnitus
* Allergien
* Asthma
* Neurodermitis
* Hoher Blutdruck
Weitere Indikationen:
* Depressionen
* Burn Out Syndrom
* Angststörungen und Phobien
* Traumabearbeitung
* Trauerbewältigung
* Suchterkrankungen (Rauchen, Adipositas etc.)
* Krebs (begleitende Therapie)
